Hallo Ihr Lieben,
Es ist Ende April. Mama hatte gestern ihren 60. Geburtstag. Ich habe seit März nicht mehr geschrieben, also gibt es ein bisschen Nachholbedarf...
Kanada ist immer noch in Quarantäne. Erst heute wurde die Schulschließung bis 31. Mai verlängert. Seit etwa drei Wochen gibt es Onlineunterricht/ tägliche Schulaufgaben für die Kinder. Meine Tage sehen meistens so aus: Ich steh um 7 auf, werde gegen 8 abgeholt, verbringe den Tag mit Connor und Cameron und helfe ihnen bei ihren Schulaufgaben und wir spielen und basteln und gehen spazieren (nicht im Park, Spielplätze sind nämlich auch geschlossen) und dann werde ich abends gegen 17 Uhr nach Hause gebracht, wo ich mit Kyle und Daryan Abendbrot mache, bevor ich (oft eher als Kyle) ins Bett gehe. An Wochenenden sind wir zu Hause oder im Garten - nur selten spazieren wir in der Nachbarschaft, denn es war recht kalt in den letzten Wochen und die meisten schönen Ecken sind oft völlig überrannt, seit die Leute kaum noch andere Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Theater und Sinfonien sind zu, Museen auch. Geschäfte haben nur geöffnet, wenn sie als essentiell gelten (Supermärkte, Apotheken, Tankstellen, alles andere ist nur begrenzt erlaubt, wenn überhaupt). Kyle und Daryan waren seit Ende März zu Hause, aber beide gehen ab Mai wieder stundenweise auf Arbeit (die Regierung hat begonnen, leichte Lockerungen der Ausgangssperren vorzunehmen). Beide sind ziemlich froh darüber, denn immer zuhause zu sein wurde beiden langsam zu viel.
Wettermäßig war es erst recht schön und frühlingshaft, bis wir kurz vor Ostern plötzlich wieder Schnee bekamen. Tagsüber waren seitdem meist nicht mehr als 6°C und nachts ging es regelmäßig unter 0. Trotzdem sind inzwischen auch Narzissen und Krokusse im Garten. Und gestern haben wir eine Weile draußen gesessen.
Sansa verbringt viel Zeit draußen und scheint es zu mögen, dass wir so viel zu Hause sind. Sie hatte Ende März Fieber und war mehrere Tage krank, aber inzwischen geht es ihr wieder besser.
Ostern haben wir gemeinsam mit Jeff gekocht: im Oven gebratener Schinken mit Kartoffelgratin und Gemüse mit Speck. Und gebackener Pudding/Flan zum Nachtisch. Das war sehr schön, besonders weil wir danach noch ein bisschen im Garten am Feuer gesessen haben. (Davor gabs früh lecker selbstgebackenes Osterbrot und gefärbte Eier - davon waren irgendwie nur 2 am Ende des Tages übrig, obwohl ich 10 gemacht hatte...)
Es gab um Ostern rum auch ein paar echt süße Origami-sachen in meinem Kalendar: ein Kaninchen zum Beispiel und ein Hühnchen, das ein Ei legen kann.
Kyle hat auch im Schrank ein paar Pflanzen vorgezogen, die wir im May rauspflanzen können, wenn Sansa sie bis dahin nicht frisst. Einmal hat sie es schon geschafft, in den Schrank zu kommen und dann lag sie auf den Blumentöpfen und knabberte an verschiedenen Blättern.
Und wieso habe ich eigentlich nicht eher geschrieben? Nun ja... Ich wollte mich nicht zu zeitig verplappern, besonders weil ich bis Ostern stark mit Morgenübelkeit zu kämpfen hatte. Aber inzwischen bin ich etwa 12 Wochen weit in meine Schwangerschaft und die Morgenübelkeit hat stark nachgelassen (diese Woche hatte ich nur zweimal Probleme). Vorletzte Woche war ich beim Hausarzt für den ersten Schwangerschaftstermin, dann gabs jede Menge Bluttests (Ergebnisse gab es noch nicht alle) und dann war ich letzte Woche zum ersten Mal beim Frauenarzt, obwohl das in Kanada normalerweise erst in der 20. Woche gemacht wird, aber Familiengeschichte spielt eine Rolle und auch wenn so weit alles in Ordnung ist und ich (noch) nicht als Risikoschwangerschaft gelte, war es meiner Hausärztin lieber sofort die Spezialistin miteinzubeziehen. Da habe ich dann am Montag auch die Herztöne gehört und am Freitag hatte ich Termin im Ultraschalllabor und ich durfte mein kleines Hüpf-baby endlich selber sehen. Wir nennen es grad "peanut" weil es auf dem Ultraschallbild ein bisschen wie Charlie Brown aus dem "Peanuts"-Comic aussieht :) Wir freuen uns beide riesig, auch wenn Kyle im Moment nicht mit zu meinen Terminen darf, wegen Corona. Am oder um den 9. November erwarten wir also Nachwuchs und könnten im Moment nicht glücklicher sein.
Liebe Grüße und bleibt gesund!
Juliane, Kyle und peanut
Sunday, April 26, 2020
Sunday, March 15, 2020
Hallihallo!
Das Coronavirus kommt langsam auch bei uns in Kanada an. In Kitchener-Waterloo gibt es inzwischen 5 bestätigte Fälle, der Premierminister Trudeau ist in Quarantäne, weil seine Frau infiziert ist. Ontario hat am Donnerstag beschlossen, alle öffentlichen Schulen für 3 Wochen zu schließen. Das bedeutet für mich mehr Stunden auf Arbeit, auch wenn sowohl Jen als auch Kyle von zu Hause aus arbeiten. Zum Glück haben sie gesagt, dass sie mich immer abholen und heimbringen, man soll nämlich auch Busse vermeiden.
Im Laden drehen die Leute durch. Da ist viel Panik und die Leute kaufen, als ob es morgen nichts mehr gibt.
Draußen gibt es indessen die ersten Schneeglöckchen und die Schneeberge sind nur noch dort da, wo sie zusammengeschoben waren.
Und ich falte noch fleißig meine Origami-Kalendarseiten. Vor ein paar Tagen war es eine Krone. Komischerweise wollte Sansa sie so ganz und gar nicht aufbehalten.
Eigentlich sollte ich dieses Wochenende zum Abschlussseminar des DSD Goldkurses in Montreal sein, aber der wurde am Donnerstag auch abgesagt (da hatten wir auch schriftliche DSD Prüfung). Ein ruhiges Wochenende war aber genau, was ich gebraucht habe.
Liebe Grüße und bleibt gesund!
Eure Juliane
Das Coronavirus kommt langsam auch bei uns in Kanada an. In Kitchener-Waterloo gibt es inzwischen 5 bestätigte Fälle, der Premierminister Trudeau ist in Quarantäne, weil seine Frau infiziert ist. Ontario hat am Donnerstag beschlossen, alle öffentlichen Schulen für 3 Wochen zu schließen. Das bedeutet für mich mehr Stunden auf Arbeit, auch wenn sowohl Jen als auch Kyle von zu Hause aus arbeiten. Zum Glück haben sie gesagt, dass sie mich immer abholen und heimbringen, man soll nämlich auch Busse vermeiden.
Im Laden drehen die Leute durch. Da ist viel Panik und die Leute kaufen, als ob es morgen nichts mehr gibt.
Draußen gibt es indessen die ersten Schneeglöckchen und die Schneeberge sind nur noch dort da, wo sie zusammengeschoben waren.
Und ich falte noch fleißig meine Origami-Kalendarseiten. Vor ein paar Tagen war es eine Krone. Komischerweise wollte Sansa sie so ganz und gar nicht aufbehalten.
Eigentlich sollte ich dieses Wochenende zum Abschlussseminar des DSD Goldkurses in Montreal sein, aber der wurde am Donnerstag auch abgesagt (da hatten wir auch schriftliche DSD Prüfung). Ein ruhiges Wochenende war aber genau, was ich gebraucht habe.
Liebe Grüße und bleibt gesund!
Eure Juliane
Sunday, March 8, 2020
Hallo Ihr Lieben!
Meine zwei Wochen frei am Ende vom Februar waren dann völlig anders und sehr viel unproduktiver als erwartet. Kurz nach dem Family Day bin ich auf dem Glatteis ausgerutscht und hab mir den Kopf so doll eingehauen, dass ich ein paar Sekunden völlig benommen da lag, bevor ich wieder aufgestanden bin. Die Beule war groß und dann wurde mir zwei Stunden schlecht und ich hatte Kopfschmerzen. Gehirnerschütterung! Die nächsten 2 Wochen waren dann hauptsächlich der Genesung gewitmet und seit letztem Montag bin ich dann auch wieder auf Arbeit gewesen. Die Kinder hatten mich wohl vermisst, denn das Benehmen war wesentlich besser und Cameron hat unheimlich viel mit mir gekuschelt und mir tausende Umarmungen und Küsschen gegeben. Sie und Connor haben mir einen hölzernen Frosch aus Costa Rica mitgebracht.
Das Wetter war sehr wechselhaft, im letzten Monat. Ständig hoch in die Plusgrade und dann wieder runter auf unter -10°C. Nervig und anstrengend. Aber es hat zu Unmengen an Schnee geführt der jetzt trotz +10°C noch daliegt. Die Vögel singen und die Sonne wird kräftiger. Frühling ist wohl nur noch einen Katzensprung entfernt :)
Mit Claudi haben wir die ersten Zeltplätze für den Sommer gebucht und ich freue mich darauf.
Hier sind noch ein paar Sansa-Bilder (sie ist inzwischen 4)
Habt einen tollen Spätwinter und Frühfrühling!
Eure Juliane
Meine zwei Wochen frei am Ende vom Februar waren dann völlig anders und sehr viel unproduktiver als erwartet. Kurz nach dem Family Day bin ich auf dem Glatteis ausgerutscht und hab mir den Kopf so doll eingehauen, dass ich ein paar Sekunden völlig benommen da lag, bevor ich wieder aufgestanden bin. Die Beule war groß und dann wurde mir zwei Stunden schlecht und ich hatte Kopfschmerzen. Gehirnerschütterung! Die nächsten 2 Wochen waren dann hauptsächlich der Genesung gewitmet und seit letztem Montag bin ich dann auch wieder auf Arbeit gewesen. Die Kinder hatten mich wohl vermisst, denn das Benehmen war wesentlich besser und Cameron hat unheimlich viel mit mir gekuschelt und mir tausende Umarmungen und Küsschen gegeben. Sie und Connor haben mir einen hölzernen Frosch aus Costa Rica mitgebracht.
Das Wetter war sehr wechselhaft, im letzten Monat. Ständig hoch in die Plusgrade und dann wieder runter auf unter -10°C. Nervig und anstrengend. Aber es hat zu Unmengen an Schnee geführt der jetzt trotz +10°C noch daliegt. Die Vögel singen und die Sonne wird kräftiger. Frühling ist wohl nur noch einen Katzensprung entfernt :)
Mit Claudi haben wir die ersten Zeltplätze für den Sommer gebucht und ich freue mich darauf.
Hier sind noch ein paar Sansa-Bilder (sie ist inzwischen 4)
Habt einen tollen Spätwinter und Frühfrühling!
Eure Juliane
Sunday, February 2, 2020
Hallo Ihr Lieben!
Gestern waren Kyle und ich in einem Sinfoniekonzert mit Musik von Ella Fitzgerald. Es war großartig. Erst waren wir zusammen essen (Grand Trunk Saloon - sehr empfehlenswert, aber ein bisschen teurer - wir hatten einen Gutschein von meinen Chefs bekommen) und dann das Konzert. Wir waren vermutlich 30 Jahre jünger als die meisten anderen Leute da, aber es war toll. Die Musik! Die Sängerin, Capathia Jenkins, war hervorragend! Ich glaube nicht, dass ich jemals so eine große Spannbreite beim Singen gehört habe.
Hier könnt ihr mal reinhören:
https://capathiajenkins.com/videos/
Daryan hat inzwischen hat sowohl seine Geburtsurkunde und seine Sozialversicherungsnummer und hatte am Freitag ein Vorstellungsgespräch und fängt am Montag eine Stelle an! Wir haben uns sehr für ihn gefreut!
Für mich waren die letzten 2 Wochen ein kleines bisschen stressig. Wir hatten bis Freitag Busstreik und immer wieder auch Schulstreik. In der kommenden Woche gibt es an 3 Tagen Streik in der Schule, also werde ich viel arbeiten. Es hilft, dass ich morgens Yoga mache und in letzter Zeit macht Sansa manchmal mit:
Auf Arbeit gab es ein paar mehr oder weniger lustige Ereignisse: Cameron sprach, als sie in die Wanne steigen sollte, dass sie das nicht könne, weil ihre Füße nass seien und sie sie trocknen müsste. Und an einem anderen Tag wurde das Klopapier unter lautem Kichern innerhalb kürzester Zeit in der oberen Etage abgewickelt:
Ansonsten war es aber recht entspannt auf Arbeit und wenn die Tage auch voll sind (besonders letztes Wochenende mit Prüfungsvorkonferenz und Zeugnisschreiben), so geht es mir doch gut. Seit gestern schneit es, aber nächste Woche sollen wir Plusgrade kriegen, dann ist es wieder vorbei mit der Pracht.
Liebe Grüße
Juliane!
Gestern waren Kyle und ich in einem Sinfoniekonzert mit Musik von Ella Fitzgerald. Es war großartig. Erst waren wir zusammen essen (Grand Trunk Saloon - sehr empfehlenswert, aber ein bisschen teurer - wir hatten einen Gutschein von meinen Chefs bekommen) und dann das Konzert. Wir waren vermutlich 30 Jahre jünger als die meisten anderen Leute da, aber es war toll. Die Musik! Die Sängerin, Capathia Jenkins, war hervorragend! Ich glaube nicht, dass ich jemals so eine große Spannbreite beim Singen gehört habe.
Hier könnt ihr mal reinhören:
https://capathiajenkins.com/videos/
Daryan hat inzwischen hat sowohl seine Geburtsurkunde und seine Sozialversicherungsnummer und hatte am Freitag ein Vorstellungsgespräch und fängt am Montag eine Stelle an! Wir haben uns sehr für ihn gefreut!
Für mich waren die letzten 2 Wochen ein kleines bisschen stressig. Wir hatten bis Freitag Busstreik und immer wieder auch Schulstreik. In der kommenden Woche gibt es an 3 Tagen Streik in der Schule, also werde ich viel arbeiten. Es hilft, dass ich morgens Yoga mache und in letzter Zeit macht Sansa manchmal mit:
Auf Arbeit gab es ein paar mehr oder weniger lustige Ereignisse: Cameron sprach, als sie in die Wanne steigen sollte, dass sie das nicht könne, weil ihre Füße nass seien und sie sie trocknen müsste. Und an einem anderen Tag wurde das Klopapier unter lautem Kichern innerhalb kürzester Zeit in der oberen Etage abgewickelt:
Ansonsten war es aber recht entspannt auf Arbeit und wenn die Tage auch voll sind (besonders letztes Wochenende mit Prüfungsvorkonferenz und Zeugnisschreiben), so geht es mir doch gut. Seit gestern schneit es, aber nächste Woche sollen wir Plusgrade kriegen, dann ist es wieder vorbei mit der Pracht.
Liebe Grüße
Juliane!
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