Hallo ihr Lieben,
wieder mit viel Verspätung, wieder nur kurz. Ich habe viel mit Doug geredet, und inzwischen ist uns beiden klar, dass im Grunde seine vielen (und auch meine) unbearbeiteten Erlebnisse und Traumas zumindest zum Teil für das Scheitern unserer Beziehung verantwortlich sind. Er sagt, er hat sich mir nicht mehr nahe gefühlt, nachdem er versucht hat, seine Probleme und Gedanken von mir fern zu halten, um mich nicht zu belasten und nicht zu verletzen. Ich bin sehr traurig, aber es hilft mir loszulassen. Und loslassen muss ich. Ich ertrage seine Nähe und unsere gemeinsame Wohnung im Moment nicht und bin vor einer Woche auf Probe ausgezogen. Seit gestern weiß ich, dass ich nicht wieder zurückziehen werde und unsere Beziehung vorbei ist. Sicher wäre eine Rettung müglich, aber die vielen gegenseitigen Verletzungen in den letzten Wochen und die Kommunikationsprobleme sowie unser beider Bedürfnis erst die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen, machen es aus meiner Sicht unwahrscheinlich, dass wir es schaffen.
Seine neue Beziehung ist aus meiner Sicht auch fast unmöglich zu halten, aber ich verstehe, dass er es versuchen will und wenn er wirklich seine Probleme in Angriff nimmt und sich zwingt ehrlich mit sich und ihr zu sein, dann hat sie eine Chance.
Ich fühle immer noch nur Schmerz oder Abwesenheit von Schmerz, deshalb hab ich aufgehört, mich mit Kyle (Dougs bester Freund) zu treffen, der mir vor 2 Wochen gesagt hat, dass er mich geliebt hat, seit er mich kennengelernt hat und er nur nichts gesagt hat, weil ich ja die Freundin/Frau seines besten Freundes war. Ich habe die 2 Wochen mit Kyle sehr genossen und es hat mir geholfen, aber es hat mich auch von mir abgelenkt und ich weiß nicht, wie ich zu ihm stehe und will ihn nicht verletzen, besonders weil er mich sehr an Tobias erinnert. Ich sehe die Möglichkeit, dass sich da etwas entwickeln könnte, und das möchte ich nicht kaputt machen, nur weil ich gerade zu überwältigt von der Situation mit Doug bin und meinen Schmerz nicht ordentlich bearbeite. Ich weiß, ich tue Kyle damit weh, dass ich sage: "Ich brauche eine Pause", aber ich denke, es ist wichtig, dass ich mich erst mal selber angucke und sehe, was da außer Schmerz ist. Ich hab Kyle versprochen, dass ich mich regelmäßig mit ihm zusammensetze und ihn wissen lasse, wo ich stehe und wie es in mir aussieht.
Ansonsten habe ich vor im März mal ein Wochenende für mich irgendwo hinzufahren. Da gibts dann hoffentlich auch mal wieder Bilder.
Liebe Grüße
Juliane
Sunday, February 28, 2016
Saturday, February 13, 2016
Liebe Freunde, Liebe Familie,
einige haben sich sicher gefragt, warum ich letzte Woche keinen Blog geschrieben habe. Ich wollte, aber zwischen Weinen und Verzweiflung und Arbeit hatte ich dann einfach nicht die Kraft, zu schreiben, was ich schreiben muss.
Doug hat mich vor 2 Wochen für eine andere Frau verlassen, die ihm vor 5 Wochen gesagt hat, dass sie ihn schon immer geliebt hat, seit sie sich vor 10 Jahren angefreundet haben. Er sagt, er liebt mich nach wie vor sehr doll und dass unsere Beziehung auch von seiner Seite aus glücklich und erfolgreich war, aber er hat sich trotzdem für sie entschieden, und er kann es nicht mal erklären.
Im Moment bin ich wie in Watte. Alles fühlt sich unwirklich an und die Zukunft scheint ein einziges schwarzes Loch zu sein. Ich habe viel Unterstützung von allen möglichen, auch unerwarteten Seiten. Aber der Schmerz ist groß und scheint noch größer, weil ich einfach nicht verstehe, warum. Kein "Ich liebe dich nicht mehr", kein "Unsere Probleme waren zu groß." Einfach nur ein: "Sie will monogam sein und ich will sie nicht verlieren, weil die Freundschaft zu Ende ist, wenn ich nein sage". Und 6 1/2 Jahre werden dann scheinbar einfach so in die Tonne geworfen.
Im Moment will ich trotzdem hier bleiben. Ich habe mir gerade hier was aufgebaut und ich fühle mich so, als hätte ich nicht die Kraft, nochmal von vorn anzufangen. Im Sommer komme ich aber nach Deutschland zu Besuch und vermutlich dann nochmal im Dezember.
Doug will noch bis November mit mir zusammenwohnen, bis unser Mietvertrag endet und er weiß, ob er Arbeit in Toronto findet und dass er mit ihr und ihrer 4 jährigen Tochter zusammenziehen kann.
Liebe Grüße
Juliane
einige haben sich sicher gefragt, warum ich letzte Woche keinen Blog geschrieben habe. Ich wollte, aber zwischen Weinen und Verzweiflung und Arbeit hatte ich dann einfach nicht die Kraft, zu schreiben, was ich schreiben muss.
Doug hat mich vor 2 Wochen für eine andere Frau verlassen, die ihm vor 5 Wochen gesagt hat, dass sie ihn schon immer geliebt hat, seit sie sich vor 10 Jahren angefreundet haben. Er sagt, er liebt mich nach wie vor sehr doll und dass unsere Beziehung auch von seiner Seite aus glücklich und erfolgreich war, aber er hat sich trotzdem für sie entschieden, und er kann es nicht mal erklären.
Im Moment bin ich wie in Watte. Alles fühlt sich unwirklich an und die Zukunft scheint ein einziges schwarzes Loch zu sein. Ich habe viel Unterstützung von allen möglichen, auch unerwarteten Seiten. Aber der Schmerz ist groß und scheint noch größer, weil ich einfach nicht verstehe, warum. Kein "Ich liebe dich nicht mehr", kein "Unsere Probleme waren zu groß." Einfach nur ein: "Sie will monogam sein und ich will sie nicht verlieren, weil die Freundschaft zu Ende ist, wenn ich nein sage". Und 6 1/2 Jahre werden dann scheinbar einfach so in die Tonne geworfen.
Im Moment will ich trotzdem hier bleiben. Ich habe mir gerade hier was aufgebaut und ich fühle mich so, als hätte ich nicht die Kraft, nochmal von vorn anzufangen. Im Sommer komme ich aber nach Deutschland zu Besuch und vermutlich dann nochmal im Dezember.
Doug will noch bis November mit mir zusammenwohnen, bis unser Mietvertrag endet und er weiß, ob er Arbeit in Toronto findet und dass er mit ihr und ihrer 4 jährigen Tochter zusammenziehen kann.
Liebe Grüße
Juliane
Wednesday, January 27, 2016
Hallo Ihr Lieben,
Bitte entschuldigt, dass ich so spät schreibe. Irgendwie war Freitag so voll und Samstag und Sonntag auch und dann at die Arbeitswoche angefangen und jetzt ist es schon Mittwoch...
Arbeit macht großen Spaß, ist aber auch anstrengend. 3 kleine Kinder halten einen ganz schön auf Trapp! Aber alle drei mögen mich sehr und inzwischen verstehe ich zumindest ansatzweise was sie sagen. Das Quebec-Französisch ist doch ganz schön anders als mein Schulfranzösisch. Meine Arbeitswoche ist jetzt immer superlang - selbst letzte Woche als ich mehrere Tage frei hatte! Wir haben nämlich für unsere Samstagsklasse die Zeugnisse geschrieben und Sonntag hatte ich ne volle Schicht im Museum. Ich arbeite daran, langsam ein bisschen weniger zu arbeiten. Das Museum werde ich vermutlich ab dem Frühling gar nciht mehr machen und auch bei der Literacy Group werde ich zurückschrauben.
Am 16. Januar hatten wir unseres jährliches Wintereenmas - Winterfest. Ich bin halb weggepennt, aber es war trotzdem sehr schön, mal wieder mit unseren Freunden Zeit zu verbringen. Letzten Samstag war Kevin auch wieder zum Rollenspielabend da und das war auch toll.
So hier ist noch ein Bild von dem Schneemann, den die Kinder mit meiner Hilfe gebaut haben:
Heute würde das nicht gehen, weil es seit 2 Tagen taut, aber es soll ab morgen wieder kälter werden.
Liebe Grüße
Juliane
Bitte entschuldigt, dass ich so spät schreibe. Irgendwie war Freitag so voll und Samstag und Sonntag auch und dann at die Arbeitswoche angefangen und jetzt ist es schon Mittwoch...
Arbeit macht großen Spaß, ist aber auch anstrengend. 3 kleine Kinder halten einen ganz schön auf Trapp! Aber alle drei mögen mich sehr und inzwischen verstehe ich zumindest ansatzweise was sie sagen. Das Quebec-Französisch ist doch ganz schön anders als mein Schulfranzösisch. Meine Arbeitswoche ist jetzt immer superlang - selbst letzte Woche als ich mehrere Tage frei hatte! Wir haben nämlich für unsere Samstagsklasse die Zeugnisse geschrieben und Sonntag hatte ich ne volle Schicht im Museum. Ich arbeite daran, langsam ein bisschen weniger zu arbeiten. Das Museum werde ich vermutlich ab dem Frühling gar nciht mehr machen und auch bei der Literacy Group werde ich zurückschrauben.
Am 16. Januar hatten wir unseres jährliches Wintereenmas - Winterfest. Ich bin halb weggepennt, aber es war trotzdem sehr schön, mal wieder mit unseren Freunden Zeit zu verbringen. Letzten Samstag war Kevin auch wieder zum Rollenspielabend da und das war auch toll.
So hier ist noch ein Bild von dem Schneemann, den die Kinder mit meiner Hilfe gebaut haben:
Heute würde das nicht gehen, weil es seit 2 Tagen taut, aber es soll ab morgen wieder kälter werden.
Liebe Grüße
Juliane
Friday, January 8, 2016
Hallihallo Ihr Lieben!
Heute sind zwar nur 0°C, aber in den letzten Tagen hatten wir arschkalte Temperaturen und viel Schnee - der Tiefpunkt waren -16°C am Montag. Da habe ich vorhin mal ein paar Schneebilder gemacht - ins davon von der komischen Bürste im Garten, die ich in den letzten 2 Wochen immer wieder aus dem Augenwinkel für einen Igel gehalten habe... Dabei gibt es hier gar keine Igel.
Meine neue Stelle fängt nun doch erst nächste Woche Montag an, meine Chefs sind noch in Quebec weil es einen Familiennotfall gab - ich glaub jemand ist krank geworden und Pascale und Jean-Francois haben angeboten, länger zu bleiben und zu helfen.
Die Woche war deshalb für mich eher ruhig, aber trotzdem hab ich nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte.
Ich habe mir vorhin ein Mandalabuch gekauft, ich will gern wieder mehr kreativ werden und das ist vielleicht ein guter Weg.
Cloud hat ihren ersten Ball schon vom Kratzbaum abgerissen, aber sie hat auch sehr viel in den letzten 2 Wochen damit gespielt. Ich bin noch am Überlegen, ob ich den Ball wieder festmache, oder ob ich das lasse.
Ansonsten gab es nicht viel zu erzählen. Aber ich habe ein paar süße Bilder von Doug gemacht:
Liebe Grüße
Juliane
Heute sind zwar nur 0°C, aber in den letzten Tagen hatten wir arschkalte Temperaturen und viel Schnee - der Tiefpunkt waren -16°C am Montag. Da habe ich vorhin mal ein paar Schneebilder gemacht - ins davon von der komischen Bürste im Garten, die ich in den letzten 2 Wochen immer wieder aus dem Augenwinkel für einen Igel gehalten habe... Dabei gibt es hier gar keine Igel.
Meine neue Stelle fängt nun doch erst nächste Woche Montag an, meine Chefs sind noch in Quebec weil es einen Familiennotfall gab - ich glaub jemand ist krank geworden und Pascale und Jean-Francois haben angeboten, länger zu bleiben und zu helfen.
Die Woche war deshalb für mich eher ruhig, aber trotzdem hab ich nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte.
Ich habe mir vorhin ein Mandalabuch gekauft, ich will gern wieder mehr kreativ werden und das ist vielleicht ein guter Weg.
Cloud hat ihren ersten Ball schon vom Kratzbaum abgerissen, aber sie hat auch sehr viel in den letzten 2 Wochen damit gespielt. Ich bin noch am Überlegen, ob ich den Ball wieder festmache, oder ob ich das lasse.
Ansonsten gab es nicht viel zu erzählen. Aber ich habe ein paar süße Bilder von Doug gemacht:
Liebe Grüße
Juliane
Friday, January 1, 2016
Jahresrückblick
Ein frohes und erfolgreiches Jahr 2016 wünschen euch Doug und Juliane und Cloud.
Nach einem ruhigen Silvesterabend sind wir heute zu Neuschneegestöber aufgewacht und draußen sieht alles neu und frisch aus. Ich finde, dass ist ein guter Start, auch wenn ich mich noch an die Kälte gewöhnen muss.
Wir haben gemütlich gefrühstückt und jetzt will ich auf unser Jahr zurückblicken. Für uns war es ein wichtiges Jahr, dass vor allem ein Ende des Wartens beinhaltete.
Im Januar fuhren Doug und ich nach Toronto, um mit meinem neuen Pass auch meine offizielle Namensänderung zu beantragen. Die Namensänderung kam im März, aber der Pass ließ auf sich warten und errichte uns erst im Juni, einen Tag zu spät, um um die Gebühren für ein neues temporäres Visum anstelle eines nur verlängerten Visums herumzukommen. Gleichzeitig waren wir im Juni endlich durch die erste Phase der Immigration durch und wegen einer Gesetzesänderung hieß das auch, dass ich eine unbegrenzte Arbeitserlaubnis beantragen durfte. Wir erwarteten, dass die zweite Phase bis ins neue Jahr dauern würde, aber schon im September bekamen wir die Einladung zum abschließenden Interview und seit Anfang Oktober bin ich offiziell permanente kanadische Einwohnerin mit unbegrenzter Arbeitserlaubnis und ab 9. Januar auch kanadischer staatlicher Krankenversicherung.
Anfang Februar kämpfte Doug mit einer Augenverletzung, die dazu führte, dass er jetzt im Winter immer Augentropfen braucht, während ich mir mal wieder den Knöchel verstaucht hatte. Gleichzeitig gab es einen Wasserrohrbruch in der Wand unter unserem Bad, sodass wir über das gesamte Jahr hinweg fast ständig irgendwelche Bauarbeiten im Haus hatten.
Der März brachte viel Arbeit für mich im Museum, aber ansonsten war er eher unspektakulär. Wir hatten Zeit für Freunde und für kleinere Entdeckungstouren zu Hause und fühlten uns meistens sehr wohl in unserer kleinen Wohnung.
Im April und Mai kehrte unser Frühling mit seiner ganzen Pracht ein und Doug und ich machten uns daran unseren kleinen Garten zu bauen. Da ist noch viel Raum für Verbesserung für nächstes Jahr, aber es hat Spaß gemacht und es war schön eigene kleine Ernten zu haben und besonders schön war die Entdeckung, dass wir jede Menge Schnittlauch im Garten haben.
Juni war das Schuljahresende und für mich war das mal wieder eine sehr volle Zeit auf Arbeit und mit zwei Hochzeiten auch im privaten Bereich. Und dann kam Juli mit meinem runden Geburtstag und dem lieben Besuch aus Deutschland: Mama, Papa, Claudi und ihre Jungs. Wir waren gemeinsam Wandern und Campen und ich habe die Zeit sehr genossen - nächsten Sommer treffen wir uns dann in Deutschland, ja?
August war für uns wieder voll mit Arbeit. Ich beim Sommercamp und bei Doug begann die Produktion für den Winter. Die neue Eismaschine hat uns da gute Dienste geleistet bei der Produktion von Eis fürs Abendliche Entspannen.
September war Schulbeginn, aber erst im Oktober begann ich auch einen zweiten Job für den Nachbarschaftsverein und im November dann auch endlich bezahlt für das Museum, aber leider nur minimale Stunden. Also habe ich mich fleißig beworben. Doug arbeite daweile 2 Monate lang Nachmittagsschichten, was für uns sehr anstrengend war. Aber es zahlte sich aus: Doug bekam im November eine Gehaltserhöhung und eine neue Position auf Arbeit, als er zurück in die Tagschicht wechselte.
Dezember kam mit wenig winterlichen Temperaturen, aber nachdem ich Anfang Dezember erst meinen Laptop an Überhitzung und mein Telefon an die Straße verloren habe und mit einer Darmgrippe zu kämpfen hatte, bekam ich kurz vor Weihnachten die Zusage, dass ich ab Januar bis August eine Stelle als Nanny haben werde.
Liebe Grüße aus dem kalten Kanada
Juliane (mit Grüßen von Doug)
Nach einem ruhigen Silvesterabend sind wir heute zu Neuschneegestöber aufgewacht und draußen sieht alles neu und frisch aus. Ich finde, dass ist ein guter Start, auch wenn ich mich noch an die Kälte gewöhnen muss.
Wir haben gemütlich gefrühstückt und jetzt will ich auf unser Jahr zurückblicken. Für uns war es ein wichtiges Jahr, dass vor allem ein Ende des Wartens beinhaltete.
Im Januar fuhren Doug und ich nach Toronto, um mit meinem neuen Pass auch meine offizielle Namensänderung zu beantragen. Die Namensänderung kam im März, aber der Pass ließ auf sich warten und errichte uns erst im Juni, einen Tag zu spät, um um die Gebühren für ein neues temporäres Visum anstelle eines nur verlängerten Visums herumzukommen. Gleichzeitig waren wir im Juni endlich durch die erste Phase der Immigration durch und wegen einer Gesetzesänderung hieß das auch, dass ich eine unbegrenzte Arbeitserlaubnis beantragen durfte. Wir erwarteten, dass die zweite Phase bis ins neue Jahr dauern würde, aber schon im September bekamen wir die Einladung zum abschließenden Interview und seit Anfang Oktober bin ich offiziell permanente kanadische Einwohnerin mit unbegrenzter Arbeitserlaubnis und ab 9. Januar auch kanadischer staatlicher Krankenversicherung.
Anfang Februar kämpfte Doug mit einer Augenverletzung, die dazu führte, dass er jetzt im Winter immer Augentropfen braucht, während ich mir mal wieder den Knöchel verstaucht hatte. Gleichzeitig gab es einen Wasserrohrbruch in der Wand unter unserem Bad, sodass wir über das gesamte Jahr hinweg fast ständig irgendwelche Bauarbeiten im Haus hatten.
Der März brachte viel Arbeit für mich im Museum, aber ansonsten war er eher unspektakulär. Wir hatten Zeit für Freunde und für kleinere Entdeckungstouren zu Hause und fühlten uns meistens sehr wohl in unserer kleinen Wohnung.
Im April und Mai kehrte unser Frühling mit seiner ganzen Pracht ein und Doug und ich machten uns daran unseren kleinen Garten zu bauen. Da ist noch viel Raum für Verbesserung für nächstes Jahr, aber es hat Spaß gemacht und es war schön eigene kleine Ernten zu haben und besonders schön war die Entdeckung, dass wir jede Menge Schnittlauch im Garten haben.
Juni war das Schuljahresende und für mich war das mal wieder eine sehr volle Zeit auf Arbeit und mit zwei Hochzeiten auch im privaten Bereich. Und dann kam Juli mit meinem runden Geburtstag und dem lieben Besuch aus Deutschland: Mama, Papa, Claudi und ihre Jungs. Wir waren gemeinsam Wandern und Campen und ich habe die Zeit sehr genossen - nächsten Sommer treffen wir uns dann in Deutschland, ja?
August war für uns wieder voll mit Arbeit. Ich beim Sommercamp und bei Doug begann die Produktion für den Winter. Die neue Eismaschine hat uns da gute Dienste geleistet bei der Produktion von Eis fürs Abendliche Entspannen.
September war Schulbeginn, aber erst im Oktober begann ich auch einen zweiten Job für den Nachbarschaftsverein und im November dann auch endlich bezahlt für das Museum, aber leider nur minimale Stunden. Also habe ich mich fleißig beworben. Doug arbeite daweile 2 Monate lang Nachmittagsschichten, was für uns sehr anstrengend war. Aber es zahlte sich aus: Doug bekam im November eine Gehaltserhöhung und eine neue Position auf Arbeit, als er zurück in die Tagschicht wechselte.
Dezember kam mit wenig winterlichen Temperaturen, aber nachdem ich Anfang Dezember erst meinen Laptop an Überhitzung und mein Telefon an die Straße verloren habe und mit einer Darmgrippe zu kämpfen hatte, bekam ich kurz vor Weihnachten die Zusage, dass ich ab Januar bis August eine Stelle als Nanny haben werde.
Liebe Grüße aus dem kalten Kanada
Juliane (mit Grüßen von Doug)
Saturday, December 26, 2015
Frohe Weihnachten, meine Lieben!
Ich schreibe etwas verspätet, weil Doug und ich gestern nur zu zweit Zeit verbringen wollten. Das haben wir lange nicht gemacht und war auch mal nötig. Eigentlich wollte Kyle abends zu Besuch kommen, hat er dann aber doch nicht gemacht.
Doug ist heute Kinderhüten in Toronto für eine Freundin, die arbeiten muss. Er kommt irgendwann heut abend wieder. Ich habe vorhin Märchenfilme geschaut und mit der Familie geskypt und ich war Gemüse kaufen. Wahrscheinlich leg ich mich dann noch bissel in die Badewanne...
Die Übelkeit vor zwei Wochen wurde übrigens gegen Mittag mit hohem Fieber unterlegt und ich habe das Wochenende dann mit Darmgrippe quasi im bett verbracht, außer dass ich natürlich Samstag auf Arbeit war. Doug war allein bei seiner Weihnachtsfeier, während ich gepennt habe, aber er hatte Spaß.
Montag danach habe ich dann mein Telefon verloren und habe jetzt ein neues mit neuer Nummer. Mama und Papa kriegen die per Email, falls jemand die wissen will.
Letztes Wochenende habe ich dann endlich gebacken: vielleicht ein wenig viel, aber ich hatte viel Spaß dabei, circa 15 verschiedene Sorten zu backen. Unter anderem auch Zimtsterne und Marzipankringel mit Marmelade.
Hier sind die Beweisfotos:
Dann hieß es Familienfoto machen und Paket nach Deutschland abschicken. Es wird mal wieder zu spät ankommen, aber immerhin vor März da sein.
Am 22. Dezember bekam Cloud ihre Geschenke, sie brauchte unbedingt neue Kratz"möbel", weil sie ihre Kratzwelle völlig zerstört hat. Sie hat den neuen Kratzbaum und die Matte sehr gut angenommen und will jetzt immer ihre Leckerlis auf der Matte haben.
Heiligabend hatten wir wieder Taz, Joe und Will zu Besuch und es gab wieder selbstgemachte Würstchen, dieses Mal in Burgerform weil ich keine Würstchendarmfülltülle gefunden habe und nicht wieder Stundenlang mit der Teigspritze dastehen wollte. Die Arbeit dafür war trotzdem Tag füllend, besonders weil Doug nach der Arbeit erst noch nach Cambridge fuhr, weil seine Mutter gebeten hatte, dass er sie bei Amanda besucht. Sie war dann gar nicht mehr da, obwohl sie wusste, dass Doug auf dem Weg war, was natürlich ziemlich enttäuschend war. Der Abend war dann aber sehr schön.
Nur Zeit zum Weihnachtsbaum schmücken war am Heiligabend nicht mehr. Das haben Doug und ich dann zusammen am 25. gemacht. Doug meinte, er habe keinen Weihnachtsbaum mehr geschmückt seit er 7 Jahre alt war, und wir hatten viel Spaß dabei, den Weihnachtsbaum auf Dougs Art zu schmücken: Deko in den Baum werfen.
Dann haben wir Geschenke ausgepackt: Vielen Dank an alle, die an uns gedacht haben. Ich bin auch noch gar nicht durch alle Weihnachtsemails durch!
So arbeitsintensiv wie mein Backen und Weihnachtswürstchen machen war, wird es wohl nicht mehr so schnell zu Hause sein: Ab Januar arbeite ich 4 bis 5 Tage pro Woche als Nanny zusätzlich zur Schule und zu meinen Nachbarschaftsverein-Deutschkursen. Im Museum werde ich dann weniger arbeiten, vielleicht gebe ich das sogar ganz auf. Darauf freue ich mich auch sehr.
Liebe Grüße und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
Eure Juliane
Ich schreibe etwas verspätet, weil Doug und ich gestern nur zu zweit Zeit verbringen wollten. Das haben wir lange nicht gemacht und war auch mal nötig. Eigentlich wollte Kyle abends zu Besuch kommen, hat er dann aber doch nicht gemacht.
Doug ist heute Kinderhüten in Toronto für eine Freundin, die arbeiten muss. Er kommt irgendwann heut abend wieder. Ich habe vorhin Märchenfilme geschaut und mit der Familie geskypt und ich war Gemüse kaufen. Wahrscheinlich leg ich mich dann noch bissel in die Badewanne...
Die Übelkeit vor zwei Wochen wurde übrigens gegen Mittag mit hohem Fieber unterlegt und ich habe das Wochenende dann mit Darmgrippe quasi im bett verbracht, außer dass ich natürlich Samstag auf Arbeit war. Doug war allein bei seiner Weihnachtsfeier, während ich gepennt habe, aber er hatte Spaß.
Montag danach habe ich dann mein Telefon verloren und habe jetzt ein neues mit neuer Nummer. Mama und Papa kriegen die per Email, falls jemand die wissen will.
Letztes Wochenende habe ich dann endlich gebacken: vielleicht ein wenig viel, aber ich hatte viel Spaß dabei, circa 15 verschiedene Sorten zu backen. Unter anderem auch Zimtsterne und Marzipankringel mit Marmelade.
Hier sind die Beweisfotos:
Am 22. Dezember bekam Cloud ihre Geschenke, sie brauchte unbedingt neue Kratz"möbel", weil sie ihre Kratzwelle völlig zerstört hat. Sie hat den neuen Kratzbaum und die Matte sehr gut angenommen und will jetzt immer ihre Leckerlis auf der Matte haben.
Heiligabend hatten wir wieder Taz, Joe und Will zu Besuch und es gab wieder selbstgemachte Würstchen, dieses Mal in Burgerform weil ich keine Würstchendarmfülltülle gefunden habe und nicht wieder Stundenlang mit der Teigspritze dastehen wollte. Die Arbeit dafür war trotzdem Tag füllend, besonders weil Doug nach der Arbeit erst noch nach Cambridge fuhr, weil seine Mutter gebeten hatte, dass er sie bei Amanda besucht. Sie war dann gar nicht mehr da, obwohl sie wusste, dass Doug auf dem Weg war, was natürlich ziemlich enttäuschend war. Der Abend war dann aber sehr schön.
Nur Zeit zum Weihnachtsbaum schmücken war am Heiligabend nicht mehr. Das haben Doug und ich dann zusammen am 25. gemacht. Doug meinte, er habe keinen Weihnachtsbaum mehr geschmückt seit er 7 Jahre alt war, und wir hatten viel Spaß dabei, den Weihnachtsbaum auf Dougs Art zu schmücken: Deko in den Baum werfen.
Dann haben wir Geschenke ausgepackt: Vielen Dank an alle, die an uns gedacht haben. Ich bin auch noch gar nicht durch alle Weihnachtsemails durch!
So arbeitsintensiv wie mein Backen und Weihnachtswürstchen machen war, wird es wohl nicht mehr so schnell zu Hause sein: Ab Januar arbeite ich 4 bis 5 Tage pro Woche als Nanny zusätzlich zur Schule und zu meinen Nachbarschaftsverein-Deutschkursen. Im Museum werde ich dann weniger arbeiten, vielleicht gebe ich das sogar ganz auf. Darauf freue ich mich auch sehr.
Liebe Grüße und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
Eure Juliane
Friday, December 11, 2015
Hallihallo,
es ist fast der zweite Advent und ich habe meine Weihnachtspostkarten und die Hälfte meiner Weihnachtsbriefe fertig. Kerzenlicht und Pfefferkuchen und Dominosteine haben geholfen, zumindest kurzzeitig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Normal fühl ich mich noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Es sind eher herbstliche Temperaturen als winterliche. Doug sagt, es wird ein milder Winter.
Letztes Wochenende war Weihnachtsmarkt und ich habe dort 2 Stunden den Stand der Schule betreut, aber ansonsten war der Markt eher enttäuschend.
Ich musste auch einen neuen Computer kaufen, weil mein Laptop kaputt gegangen ist.
Ansonsten hatte ich ein paar Schichten im Museum und am Mittwoch ein Interview - da hab ich aber noch nicht zurück gehört.
Heute ist mir ein bisschen schlecht. Vermutlich hab ich was Schlechtes gegessen. Ich hoffe es ist heut abend besser, da wollen wir nämlich zu Doug's Weihnachtsfeier gehen.
Liebe Grüße
Juliane
es ist fast der zweite Advent und ich habe meine Weihnachtspostkarten und die Hälfte meiner Weihnachtsbriefe fertig. Kerzenlicht und Pfefferkuchen und Dominosteine haben geholfen, zumindest kurzzeitig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Normal fühl ich mich noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Es sind eher herbstliche Temperaturen als winterliche. Doug sagt, es wird ein milder Winter.
Letztes Wochenende war Weihnachtsmarkt und ich habe dort 2 Stunden den Stand der Schule betreut, aber ansonsten war der Markt eher enttäuschend.
Ich musste auch einen neuen Computer kaufen, weil mein Laptop kaputt gegangen ist.
Ansonsten hatte ich ein paar Schichten im Museum und am Mittwoch ein Interview - da hab ich aber noch nicht zurück gehört.
Heute ist mir ein bisschen schlecht. Vermutlich hab ich was Schlechtes gegessen. Ich hoffe es ist heut abend besser, da wollen wir nämlich zu Doug's Weihnachtsfeier gehen.
Liebe Grüße
Juliane
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